Sport-Tech
App-Integration
UX / UI
Sicherheitskonzept

SIHF Access Pass

Digitaler Zugang hinter die Kulissen

Für die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) wurde der physische Access Pass digitalisiert und direkt in die bestehende App integriert – versteckt für Fans, sofort verfügbar für berechtigtes Personal.

Disziplinen

  • UX / UI Design
  • App-Integration
  • Sicherheitskonzept

Mein Beitrag

  • Verstecktes Zugangskonzept (Easter Egg) entwickelt
  • Rotierenden Datumstempel gegen Fälschungen gestaltet
  • Erweiterbare Tool-Struktur für künftige Funktionen angelegt

Ausgangslage

An einem Eishockeyspiel der Swiss Ice Hockey Federation sind weit mehr Personen im Einsatz, als die Zuschauer auf den Rängen vermuten. Personal aus Medien, Sicherheit, Technik und weiteren Bereichen benötigt gezielten Zugang zu unterschiedlichen Räumlichkeiten im Stadion. Bisher wurde dieser Zugang ausschliesslich über physische Access Passes geregelt – eine Lösung, die aufwendig in der Verwaltung ist und bei Verlust oder Fälschung Sicherheitsrisiken birgt. Gleichzeitig nutzen bereits alle relevanten Personen die offizielle App auf ihren Geräten, was Potenzial für eine digitale Alternative bot.

Ziel

Der physische Access Pass sollte vollständig digitalisiert und direkt in die bestehende App integriert werden, ohne dass eine zusätzliche Applikation nötig wird. Da die App von Personen der SIHF, aber vor allem auch von externen Nutzerinnen und Nutzern verwendet wird, musste die neue Funktion für die breite Öffentlichkeit unsichtbar bleiben und ausschliesslich berechtigten Personen zugänglich sein. Zudem sollte die Struktur so angelegt werden, dass künftig weitere interne Tools ergänzt werden können, ohne die gewohnte Bedienung der App für alle anderen Nutzer zu verändern.

Herausforderung

Die grösste Herausforderung bestand darin, eine sensible Funktion innerhalb einer öffentlich genutzten App zu verstecken, ohne dafür einen separaten Login-Bereich oder ein sichtbares Menü einzuführen, das Neugier bei regulären Nutzern wecken könnte. Die Lösung musste sich nahtlos in die bestehende Navigation einfügen und durfte den gewohnten Ablauf für Fans in keiner Weise stören. Gleichzeitig sollte der Zugriff einfach genug bleiben, damit berechtigte Personen ihn im hektischen Arbeitsalltag rund um ein Spiel schnell und zuverlässig nutzen können.

Der Zugang wird über einen versteckten Code in der regulären Suchleiste freigeschaltet

Lösung

Die Lösung nutzt die bestehende Suchleiste der App, über welche Nutzer normalerweise nach Ligen oder Clubs suchen. Gibt eine berechtigte Person dort einen persönlichen Code ein, erscheint ein spezieller Suchvorschlag, der einen bisher unsichtbaren Tab «SIHF Tools» freischaltet – ähnlich einem Easter Egg oder Cheat-Code in einem Videospiel. Innerhalb dieses Tabs aktiviert ein sechsstelliger persönlicher Code den digitalen Access Pass, der Foto, Name, Organisation, Zutrittsbereich und Kartennummer der Person anzeigt. Die modulare Kachel-Struktur des Tabs erlaubt es zudem, künftige interne Tools einfach zu ergänzen, ohne das Konzept grundlegend zu verändern.

Neuer Tab «SIHF Tools» mit Access Pass und Platzhaltern für künftige Tools

Der digitale Access Pass mit Foto, Organisation und den jeweiligen Zutrittsbereichen

Spezielle Punkte

Um die Fälschungssicherheit weiter zu erhöhen, wurde ein sich stetig drehender Datumstempel gestaltet, der direkt auf der Karte das aktuelle Datum anzeigt. Dieses Element macht auf einen Blick ersichtlich, ob ein Access Pass gültig ist, und erschwert das Erstellen von Screenshots oder gefälschten Kopien erheblich.

Rotierender Datumstempel als zusätzlicher Fälschungsschutz

Ergebnis

Der digitale Access Pass ersetzt die bisherigen physischen Karten vollständig und reduziert damit Verwaltungsaufwand sowie Sicherheitsrisiken spürbar. Dank der Integration in die bestehende App benötigen berechtigte Personen keine zusätzliche Applikation. Die versteckte, code-basierte Aktivierung stellt sicher, dass ausschliesslich autorisierte Personen Zugriff erhalten, während die App für alle anderen Nutzerinnen und Nutzer unverändert bleibt. Die neu geschaffene «SIHF Tools»-Struktur bildet zudem die Basis für weitere interne Funktionen, die künftig unkompliziert ergänzt werden können.